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| Die Russen kommen! |
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04. Oktober 2025 EU-Politiker, nicht zuletzt Politiker aus Deutschland, bereiten die Bevölkerung auf den Großen Krieg mit Russland vor Die Ukraine ist unsere erste Verteidigungslinie hat Frau von der Leyen im Anschluss an den informellen Europäischen Rat in Kopenhagen dekretiert. Im Lauf meiner Lebenszeit wurde / wird die Zivilisation des Westens in aller Welt "verteidigt": in Afrika, in Vietnam, in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak, in Libyen etc. Aktuell erledigt diese "Drecksarbeit" (Kanzler Friedrich Merz) Israel in Gaza und das Kiewer Regime in der Ukraine. Erfolgreich? Keiner dieser Kriege hat mit einem Triumph des Westens geendet. Seit meiner Jugend habe ich den unfreiwilligen Rückzug europäischer Kolonialstaaten aus Afrika und Asien registriert und die Devastierung von Ländern, die von militärischen "Interventionen" der USA oder der NATO betroffen waren, nicht aber die Ausweitung oder auch nur den Erhalt westlicher Dominanz in anderen Weltgegenden. Das kommt: Es waren / es sind keine Verteidigungskriege, sondern - historisch gesehen - Rückzugsgefechte aus weit vorgeschobenen Positionen. Auch der Stellvertreterkrieg in der Ukraine verläuft nicht erwartungsgemäß. Die USA haben diesen Krieg gegen anfänglich zögernde EU-Staaten provoziert (1), investieren jedoch unter Trump keinen Dollar mehr in diesen Konflikt. Sie beschränken sich aktuell auf Waffenlieferungen, die von EU-Bürgern bezahlt werden. Sie können sich diese Einstellung leisten, weil der Krieg zu einem europäischen Selbstläufer geworden ist. Die EU und Russland sind mittlerweile so verfeindet, dass die USA nicht mehr nachlegen müssen und sich zurücklehnen können (2). Ihr strategisches Ziel in Europa ist dabei unverändert geblieben und nun auf lange Sicht stabil: ... lautet das Gebot, keinen eurasischen Herausforderer aufkommen zu lassen, der den eurasischen Kontinent unter seine Herrschaft bringen und damit auch für Amerika eine Bedrohung darstellen könnte hat Brzezinski dieses Ziel unmissverständlich formuliert. Da die EU und Russland einander bekriegen, statt friedlich zu kooperieren, können weder Russland, Deutschland, die EU oder gar ein "Gemeinsames Europäisches Haus" die Vorherrschaft der USA im Westen gefährden. Die EU-Staaten haben sich selbst zu Gefangenen dieser Strategie gemacht. Ihr Establishment ist den USA seit Jahrzehnten ergeben. Die atlantisch sozialisierten Politiker, Publizisten und "Experten" in der EU haben so viel Geld, Prestige und Moralin in diesen Krieg investiert, dass sie ihn gewinnen müssen, um ihre Leitfunktion nicht zu verlieren. Allein freilich können sie dieses Ziel zumindest zur Zeit nicht erreichen. Verstört über das Moratorium der USA versuchen sie daher, deren Führung zum erneuten Eingreifen, zu mehr Unterstützung zu gewinnen. Wird Trump der EU auch Tomahawk-Marschflugkörper für die Ukraine verkaufen? "Just do it!", möchte man Trump zurufen! Mit aller Kraft schüren Politiker, Publizisten und "Experten" des Establishments die Angst vor einer russischen Invasion: die Russen wollen ganz Europa erobern und unter die Knute des Kremls zwingen. Die offiziösen Medien malen dieses Bedrohungsbild anhand standardisierter Textbausteine täglich düsterer. Wenn irgendwo Drohnen auftauchen, Datenleitungen ausfallen, russische Flugzeuge in den Luftraum von NATO-Staaten "eindringen" oder Cyber-Angriffe stattfinden - dahinter steckt immer "Putin". Mittlerweile ist er auch verantwortlich für unerwünschte Migration. Was will "Putin" mit diesen Aktionen erreichen? Er will "Unsicherheit" in den Staaten der EU verbreiten, die Verteidigungsbereitschaft des Westens "testen", die Demokratie "unterminieren" und die NATO "provozieren", erklären die Moderatoren und Experten im Fernsehen und die Kommentatoren der Qualitätsblätter. Wie steht es mit der Beweislage für diese "hybride Kriegsführung" Russlands? Festgesetzter russischer Tanker setzt Fahrt fort (Tagesschau). Finnisches Gericht weist Klage wegen Sabotage von Unterseekabeln ab (Deutschlandfunk). Es handle sich um einen Hobbydrohnenpiloten (ORF). Egal. Verdacht und Angst werden hundertfach lauter hinausposaunt und die nächste Horrormeldung ist schon in Vorbereitung. Wer anzweifelt, ob Russland tatsächlich scharf auf eine Eskalation des Kriegs in der Ukraine ist und nichts sehnlicher wünscht als einen Weltkrieg mit den NATO-Staaten wird als "Putin-Marionette" geächtet. Wer für Diplomatie und für eine neue europäische Sicherheitsvereinbarung eintritt will Österreich an Putin ausliefern und gehört zum Sabotageblock in der EU, schäumt ein Kolumnist im STANDARD. Die EU steuert den Großen Krieg mit Russland an. Ich habe immer weniger Hoffnung, dass dieses Vorhaben am Verstand der Verantwortlichen scheitert. _______________________________________ (1) Ja, ich weiß: das ist russische Propaganda. In "Wirklichkeit" will "Putin" die Sowjetunion wieder errichten. - Gähn! - Wer ein politisches Gedächtnis ohne ideologische Scheuklappen hat wird hingegen nicht ausblenden, dass Obama die EU genötigt hat, Sanktionen gegen Russland mitzutragen (Biden: "It was America's leadership and the president of the United States insisting, ofttimes almost having to embarrass Europe to stand up and take economic hits to impose costs"), dass die USA unter Biden einen Einmarsch Russlands in die Ukraine geradezu ersehnt haben (Newsweek), Deutschland den Ukrainern zunächst nur Helme liefern wollte und sich erst nach der Sprengung der Nordstream-Leitungen gänzlich den USA ergeben hat. Mittlerweile schnarrt Merz Sätze wie aus dem Völkischen Beobachter ins Mikrofon. Er will die Bundeswehr zur stärksten Armee in Europa machen und die Führungsverantwortung übernehmen, die "Europa" angeblich von Deutschland erwartet. - Nicht schon wieder! |
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